YOLO Kids
Lesegeschichten für unsere beiden Enkelkinder
🧒👧 👉 Hier klicken – Tag 96: Geheimnisvolle und Tankmonster
Der geheimnisvolle Blinker und die kleinen Tankbewohner
Es war noch ganz früh am Morgen, als Oma plötzlich die Augen öffnete.
„Opa Thomas, wach auf! Irgendwo piept es!“
Opa Thomas setzte sich verschlafen im Bett auf und lauschte.
Tatsächlich: Aus dem Inneren der YOLO kam ein regelmäßiges Piepen.
„Keine Sorge“, sagte Opa Thomas, nachdem er auf den Bildschirm geschaut hatte. „Unsere Batterien möchten nur gefüttert werden.“
„Dann sollten wir ihnen vielleicht ein Frühstück machen“, meinte Oma Birgit.
„Die bekommen heute Strom“, antwortete Opa. „Wir trinken lieber Kaffee.“
Einige Stunden später stand Oma Birgit am Bug und holte den Anker hoch. Opa spritzte die schwere Kette mit Wasser sauber.
Plötzlich rief er: „Da hängt etwas drin!“
Zwischen den Kettengliedern hatte sich eine lange Angelschnur verfangen. Gemeinsam schnitten sie die Schnur vorsichtig heraus.
Am Ende hing daran ein glänzender Blinker, der in der Morgensonne funkelte.
„Der sieht aus wie ein kleiner Silberschatz“, sagte Oma.
Opa Thomas hielt ihn hoch.
„Vielleicht hat ihn ein Fisch verloren.“
„Oder ein Wasserkobold“, flüsterte Oma.
Im Seglerhafen angekommen, lud Opa Thomas die Batterien der YOLO auf. Oma Birgit brachte drei große Säcke mit Wäsche zur Waschmaschine.
Während die Wäsche ihre Runden drehte, bereitete Opa Thomas eine geheimnisvolle Mischung vor.
Er füllte Seewasser in eine Flasche und gab ein Pulver hinein.
„Was ist das?“, fragte Oma.
„Das sind winzig kleine Bakterien“, erklärte Opa Thomas. „Sie sollen uns im Tank helfen.“
Opa schüttelte die Flasche vorsichtig.
In seiner Fantasie sah er plötzlich Tausende winziger Matrosen darin herumwirbeln. Jeder trug eine kleine Mütze und einen winzigen Eimer.
„Mannschaft bereit?“, fragte Opa.
Aus der Flasche schien ein leises „Aye, aye, Käpt’n!“ zu kommen.
Opa Thomas schüttelte noch einmal und schickte die kleinen Helfer schließlich an ihren neuen Arbeitsplatz.
Danach gingen Oma Birgit und Opa zum Röbeler Seefest. Dort gab es Musik, bunte Stände und natürlich Eis.
Als sie später mit vielen Einkäufen und einem großen Paket zur YOLO zurückkehrten, waren beide ziemlich erschöpft.
Im Paket befand sich ein neues Funkgerät.
Opa schaltete es ein.
„Kanal 10 hört“, sagte eine Stimme.
Dann knackte es plötzlich erneut.
„Hier spricht die Mannschaft aus dem Tank. Auftrag übernommen!“
Opa sah Oma erstaunt an.
„Hast du das auch gehört?“
Oma lächelte.
„Natürlich nicht. Das war bestimmt nur dein neues Funkgerät.“
Doch tief unten im Tank salutierten die kleinen Bakterienmatrosen und begannen fleißig mit ihrer Arbeit.
Und der silberne Blinker glitzerte draußen am Fenster, als würde der Wasserkobold der YOLO heimlich zuzwinkern.
Ende.
🧒👧 👉 Hier klicken – Tag 95: Das geheimnisvolle Paket vom Müritzfest
🧒👧 👉 Hier klicken – Tag 94: Das Geheimnis der uralten Eichen
🌳 Das Geheimnis der uralten Eiche
An diesem Morgen war Oma schon vor Opa wach.
„Na, Langschläfer“, sagte sie lächelnd und stellte ihm eine dampfende Tasse Kaffee hin.
Gemeinsam frühstückten die beiden auf ihrer YOLO, die ruhig vor Anker im Binnensee lag.
„Heute gehen wir auf Entdeckungstour!“, sagte Opa.
Mit ihrer kleinen RubberYolo fuhren sie hinüber nach Röbel.
Schon kurz hinter dem Hafen begann ein geheimnisvoller Wald.
Die Bäume waren so hoch, dass ihre Kronen fast den Himmel berührten.
Überall zwitscherten Vögel und zwischen den Farnen flatterten bunte Schmetterlinge.
„Hier wohnen bestimmt Waldfeen“, flüsterte Oma.
„Oder ein schlauer Waldkauz“, meinte Opa und zwinkerte.
Plötzlich blieb Oma stehen.
„Thomas … schau mal!“
Vor ihnen stand ein riesiger Baum.
Sein Stamm war so dick, dass viele Kinder Hand in Hand stehen müssten, um ihn zu umarmen.
„Das ist die Kroneiche“, erklärte Opa.
„Sie ist ungefähr 600 Jahre alt.“
Oma Birgit legte ihre Hand vorsichtig auf die raue Rinde.
„Dann hat dieser Baum ja schon Ritter, Könige und Herzöge gesehen.“
„Ganz bestimmt“, antwortete Opa.
In diesem Moment raschelte plötzlich das Gebüsch.
Beide schauten sich erschrocken an.
War das vielleicht ein Wildschwein?
Doch heraus sprang nur ein kleines Eichhörnchen.
Es schnappte sich eine Eichel, schaute die beiden neugierig an und verschwand blitzschnell wieder auf dem nächsten Baum.
„Ich glaube“, sagte Oma lächelnd, „das war der kleine Wächter der Kroneiche.“
Da piepte plötzlich Opas Handy.
Die Warn-App meldete einen Waldbrand im Müritz-Nationalpark.
Zum Glück zeigte die Karte, dass sie weit genug entfernt waren.
Also wanderten sie weiter und erreichten nach 13 Kilometern wieder ihre kleine YOLO.
Natürlich sprangen beide erst einmal ins Wasser.
„Das haben wir uns verdient!“, lachte Oma.
Am Abend kochte Opa eine leckere Bolognese.
Gerade als sie fertig gegessen hatten, wurde der Himmel plötzlich dunkel.
Ein Gewitter zog auf.
Ein paar dicke Regentropfen fielen auf das Boot.
Doch genauso schnell, wie es gekommen war, zog es wieder weiter.
Die Sonne schaute noch einmal zwischen den Wolken hervor.
„Weißt du was?“, sagte Oma.
„Ich glaube, die alte Kroneiche passt heute Nacht wieder auf den Wald auf.“
Opa nickte.
„Und morgen wartet bestimmt schon das nächste Abenteuer auf uns.“




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