Tag 91 auf der YOLO - Wind auf der Müritz und Seefestigkeit in der Bordküche

⚓ Wind auf der Müritz und Seefestigkeit in der Bordküche

Heute verlassen wir die Kleine Müritz und verlegen uns in die Ankerbucht MiLi an der Südmüritz. Der Wind frischt kräftig auf und bringt ordentlich Bewegung ins Boot. Trotzdem entsteht in der Bordküche ein Mandarinen-Käsekuchen – Seefestigkeit inklusive. Und am Abend beobachten wir noch ein Hausboot, das sich ganz langsam seinen eigenen Weg durch die Bucht sucht. ⚓🌊

Key Facts

Tag 91: Kleine Müritz → Ankerbucht MiLi, Südmüritz
Tage: 91 / 180
Törn bisher: 50 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 749 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 105 Std. 21 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 29 ⚓
Brücken gesamt: 2 🌉
Hafentage bisher: 24 🏡⚓ (26,4 % der Reisetage)
Besonderheiten: Entsorgung in Rechlin, 60 Liter Wasser gebunkert 💧, Ankerbucht MiLi erreicht ⚓, kräftiger Nordostwind 🌬️, Mandarinen-Käsekuchen auf See 🍰 und ein wanderndes Hausboot.

Tag 91 auf der YOLO

Früh aufgestanden.

Wie immer gibt es zuerst einen Kaffee. ☕

Nach dem Kaffee sitzen Birgit und ich noch eine ganze Weile zusammen und unterhalten uns über unseren ehemaligen Arbeitgeber.

Immer wieder erreichen uns Nachrichten von früheren Mitarbeitern.

Irgendwie bleibt man doch verbunden.

Dreißig Jahre lassen sich eben nicht einfach abschütteln.

Es war schließlich über viele Jahre unser gemeinsames Ding.

Dann heißt es:

Anker auf.

Der Anker kommt zwar problemlos hoch, bringt aber eine ordentliche Portion Müritzschlamm mit.

Also erst einmal den Anker mit der Waschanlage sauber abspritzen.

Danach nehmen wir Kurs auf den Hafen Rechlin.

Unser Fäkalientank möchte schließlich geleert werden.

Als wir ankommen, schläft der Hafen noch tief und fest.

Wir legen an der Tankstelle an und warten ganz entspannt darauf, dass auch hier langsam der Tag beginnt.

Punkt 8:00 Uhr kommt Steffen.

Unser Tank wird entsorgt und wir bunkern gleich noch 60 Liter Frischwasser. 💧

Dann geht es weiter.

Unser Ziel heute ist die Ankerbucht MiLi in der Südmüritz.



Schon bei der Einfahrt auf die Müritz müssen wir einen großen Bogen fahren.

Vor der Bucht liegt eine weit ausgedehnte Untiefe.

Also lieber etwas mehr Abstand halten und sich langsam herantasten.

Der Wind kommt aus Nordost.

Das sollte passen.

Der Anker fällt auf sechs Meter Wassertiefe.

360 Grad Foto

Ankerbucht MILI

Kurz darauf kommt die Badeleiter ins Wasser.

Zeit für eine Runde Schwimmen. 🏊

Das Wasser ist herrlich klar.

Aber ganz schön frisch.

Danach Frühstücken wir ausgiebig



Gegen Mittag frischt der Wind allerdings deutlich auf.

Aus den kleinen Wellen werden schnell mittelgroße.

Die YOLO schwojt jetzt kräftig am Anker.

Schon fliegen die ersten Ausrüstungsgegenstände durch das Boot.

Birgit lacht aber noch.

Das werte ich als gutes Zeichen. 😄

Kochen dürfte heute eigentlich schwierig werden.

Doch wer Birgit kennt, weiß:

Aufgeben gibt es nicht.


Trotz der schaukelnden YOLO backt sie am Nachmittag einen Mandarinen-Käsekuchen. 🍊🍰

Mit der Rührschüssel im Arm balanciert sie durch das Boot, als wäre sie ihr Leben lang zur See gefahren.

Danach verschwindet die Backform sicher im Ofen.

Ich schaue ihr dabei zu und denke nur:

Das sieht verdammt professionell aus.

Nach dem Abkühlen genießen wir den Kuchen.

Einfach lecker.

Während wir draußen sitzen, zieht plötzlich Rauch über die Bucht.

Irgendwo scheint es zu brennen.

Unsere Gedanken gehen sofort Richtung Wald.

Wir hoffen sehr, dass es nichts Ernstes ist.

Und mit einem Augenzwinkern frage ich Birgit:

„Gebratene Pfifferlinge sind bestimmt noch schwerer zu finden als frische, oder?“ 🍄😄

Am Abend machen wir uns noch eine schnelle Brotzeit.

An Steuerbord voraus ankert ein Hausboot.

Wobei „ankern“ eigentlich nicht der richtige Ausdruck ist.

Denn ganz langsam kommt es uns immer näher.

Zuerst denke ich noch, das bilde ich mir vielleicht nur ein.

Doch nach einiger Zeit passiert es tatsächlich gut 100 Meter vor unserem Bug.

Ganz langsam treibt es weiter.




Als ich später in die Koje gehe, liegt das Hausboot bereits hinter uns dicht am Schilf.

Während der ganzen Zeit habe ich keinen einzigen Menschen an Bord gesehen.

Vielleicht saßen alle unter Deck.

Vielleicht ließ das Boot auch einfach nur ganz gemütlich seinen Anker wandern.

Schon erstaunlich, was man beim Ankern manchmal alles beobachten kann. ⚓😄


👉 YOLO-Style eben:

Manchmal bringt der Wind mehr Bewegung ins Boot als in den Tagesplan. Und trotzdem entsteht genau daraus einer dieser Tage, die man nicht vergisst – mit klarem Wasser, selbstgebackenem Kuchen und kleinen Beobachtungen, die nur das Ankerleben schreibt. 😎⚓


Ausblick

Morgen haben wir keinen festen Plan.

Nichts treibt uns.

Und genau das genießen wir im Moment ganz besonders.


Poetische Fußnote

Der Wind trieb Wellen übers Boot,
der Kuchen half in jeder Not.
Wo nichts uns drängt und Zeit gewinnt,
da treibt die Seele mit dem Wind.

⚓ Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Schließlich sind wir ja auf dem Wasser und da gilt:

Man lebt nur einmal – 👉 YOLO! 😎⚓


👉 Mehr Geschichten von Bord gibt's wie immer auf 👉 www.YOLO-Yacht.com

👉 Filme und Shorts unter 👉 News

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Kommentare

  1. Ja die Scheinankerer treiben an der Müritz bei entsprechendem Wind fast in jeder Bucht Ihr Unwesen 😉 LG aus der Nachbarschaft

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