Tag 89 auf der YOLO - Kanalwellen, Leineninventur und Materialshow bei Freunden

⚓ Kanalwellen, Leineninventur und Materialshow bei Freunden

Von der ruhigen Wartestelle an der Schleuse Mirow geht es heute hinaus auf die Kleine Müritz. Unterwegs entwickeln wir eine neue Taktik gegen schnelle Begegnungen im engen Kanal, legen beim Müritzfischer an und erleben am Abend eine Materialshow mit Kaffee, Blaubeer-Käsekuchen und unseren Freunden von der SILENCIO. ⚓☕

Key Facts

Tag 89: Wartestelle Schleuse Mirow → Rechlin → Kleine Müritz
Tage: 89 / 180
Törn bisher: 49 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 746 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 104 Std. 58 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 29 ⚓
Brücken gesamt: 2 🌉
Hafentage bisher: 24 🏡⚓ (27,0 % der Reisetage)
Besonderheiten: Neue Taktik bei schnellem Gegenverkehr, Fischbrötchen in Rechlin, Leineninventur, Materialshow mit der SILENCIO und nächtliche Rückfahrt zur automatisch beleuchteten YOLO.

Tag 89 auf der YOLO

Wie immer geht es gegen 7:00 Uhr raus aus der Koje.

Die Nacht an der Wartestelle oberhalb der Schleuse Mirow war ausgesprochen ruhig.

Wie immer wird zuerst Kaffee gekocht. ☕

Ganz langsam kommen wir in die Gänge.

Gegen 9:00 Uhr legen wir ab.


Unser heutiges Ziel ist die Kleine Müritz.

Ganz gemütlich fahren wir mit etwa 9 km/h den Kanal entlang.

Die entgegenkommenden Boote sind oft mit mindestens 12 km/h unterwegs.

In dem schmalen Fahrwasser schaukeln uns deren Wellen ganz ordentlich durch.

Ich muss kräftig gegensteuern.

Inzwischen habe ich mir dafür eine neue Taktik überlegt.

Etwa 50 Meter vor einer Begegnung mit einem deutlich zu schnellen Boot gebe ich einmal kräftig Gas.

Nur einen kurzen Schub.

Dadurch erzeugt die YOLO ihre eigene Heckwelle.

Der Entgegenkommende muss zunächst durch unsere Welle fahren und wir schneiden anschließend deutlich ruhiger durch seine Welle.

Dabei grüße ich freundlich und gebe gleichzeitig ein Zeichen, etwas langsamer zu fahren. 👋

Ob sie es verstehen?

Ich glaube schon.

Der heutige Skipper hat jedenfalls ziemlich überrascht geschaut.

Mal sehen, wie sich diese Taktik weiter bewährt.

In Rechlin legen wir beim Müritzfischer vor der Brücke zum Müritzarm am Außensteg an.





Dort gönnen wir uns erst einmal ein leckeres Fischbrötchen. 🥪

Danach geht es weiter zu unserem Ankerplatz auf der Kleinen Müritz.

Schon bei der Anfahrt entdecken wir die SILENCIO.


Eigentlich wollten Edith und Christian schon am Vormittag ihre neuen Leinen aus der Packstation holen.

Über Funk begrüßen wir uns herzlich. 📻

Am Nachmittag wollen sie wieder zurück sein.

Kurz darauf kommt noch die PLAN B und ankert ziemlich dicht an unserer Steuerbordseite.

Ich denke mir nur:

Die bleiben bestimmt nicht über Nacht.

Und wenn doch …

… dann scheuche ich sie weg. 😄

Während wir vor Anker liegen, räume ich noch etwas in meiner Leinen-Backskiste auf.

Von meinen Liros-Leinen habe ich noch zwei Mal 15 Meter und zwei Mal 20 Meter.

Dazu kommen vier 10-Meter-Leinen, die zusammen mit den alten Fendern im Maschinenraum liegen.

Eine quadratgeflochtene 25-Meter-Leine habe ich ebenfalls noch.

Nach kurzem Überlegen steht fest:

Die beiden 20-Meter-Leinen gebe ich ab.

Die beiden 15-Meter-Leinen bleiben als Reserve an Bord, besonders für alte Holzdalben.


Gegen 16:00 Uhr schwebt die SILENCIO auf ihren Ankerplatz ein.

Mit einer ruhigen, grazilen Eleganz.

Langsam.

Überlegt.

Vorausschauend.

Mir gefällt, wie die beiden das machen.

Man spürt sofort die Erfahrung, die dort mit Schiff und Revier zusammenspielt.

Am Nachmittag fahren wir mit der RubberYolo hinüber zur SILENCIO.

Heute ist Materialshow angesagt. 😄

Ich habe einen unserer neuen POP Fender und eine neue Leine eingepackt.

Birgit bringt ihren selbstgebackenen Blaubeer-Käsekuchen mit. 🫐🍰

Kaum sind wir längsseits, werden wir von Edith, Christian und natürlich Bordhund Jack herzlich begrüßt.

Jetzt beginnt der gemütliche Teil des Tages.

Die SILENCIO zeigt ihre neuen Liros-Handy-Elastik-Leinen.

Wir präsentieren voller Stolz unsere neuen POP Fender.

Natürlich bleibt es nicht beim Anschauen.

Alles wird in die Hand genommen, ausprobiert und begutachtet.

Bei Kaffee und Blaubeer-Käsekuchen genießen wir den Nachmittag in aller Ruhe. ☕🍰

Wie immer haben wir uns unglaublich viel zu erzählen.

Boote.

Fender.

Leinen.

Seemannschaft.

Navigation.

Häfen.

Orte.

Wanderungen.

Pfifferlinge.

Lost Places.

Und vieles mehr.

Erst gegen 23:00 Uhr steigen wir wieder in die RubberYolo.

Langsam fahren wir durch die Dunkelheit zurück zur YOLO. 🌙⚓

Dank Marcel von der Sonnenschein und der eingebauten Ankerlicht-Dämmerungselektronik finden wir unsere YOLO schon von Weitem.

Das Ankerlicht schaltet sich automatisch ein.

Eine richtig tolle Lösung, die wir inzwischen nicht mehr missen möchten.

Es war wieder einer dieser Abende, an denen man merkt, warum das Leben auf dem Wasser so besonders ist.

Nicht wegen der Technik.

Sondern wegen der Menschen, denen man unterwegs begegnet. ❤️⚓

👉 YOLO-Style eben:

Manchmal reicht ein ruhiger Ankerplatz, ein Stück Kuchen und gute Freunde, damit aus einem gewöhnlichen Abend eine Erinnerung wird, die noch lange nachklingt. 😎⚓

Ausblick

Morgen entscheiden wie immer Wind, Wetter und Bauchgefühl über den nächsten Schlag. Mal sehen, wohin uns die Kleine Müritz als Nächstes schickt.

Poetische Fußnote

Der Anker hielt, der Abend lacht,
mit Freunden wurde spät gelacht.
Bei Kuchen, Klönschnack, Seemannswein,
so darf ein Sommertag gern sein.

⚓ Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Schließlich sind wir ja auf dem Wasser und da gilt:

Man lebt nur einmal – 👉 YOLO! 😎⚓



👉 Mehr Geschichten von Bord gibt's wie immer auf 👉 www.YOLO-Yacht.com

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