Tag 79 auf der YOLO - Sonnenbrille weg, 14 Kilometer Glück

⚓ Sonnenbrille weg, 14 Kilometer Glück

Manchmal beginnt ein Tag mit einer Fliege, die einen viel zu früh weckt, und endet mit einem Gewitter, das genauso schnell wieder verschwindet, wie es gekommen ist. Dazwischen liegen ein verlorenes Stück Alltag, eine wunderschöne Wanderung um den Großen Zechliner See und viele kleine Momente, die genau deshalb in Erinnerung bleiben. Genau das macht unser Leben auf der 👉 YOLO aus. ⚓😎

Key Facts

Tag 79: Zootzensee → Großer Zechliner See / Repente
Tage: 79 / 180
Törn bisher: 44 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 678 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 94 Std. 34 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 25 ⚓
Brücken gesamt: 2 🌉
Hafentage bisher: 21 🏡⚓ (26,6 % der Reisetage)
Besonderheiten: Wanderung um den Großen Zechliner See, ehemaliges Ferienlager Repente, verlorene Sonnenbrille, Fischbrötchen in Flecken Zechlin und Gewitter am Abend.

Tag 79 auf der 👉 YOLO

Nachtrag zum gestrigen Abend:

Als wir gestern mit der 👉 RubberYolo durch den kleinen Durchstich gefahren sind,


lag dort ein großes Motorboot mit Flybridge – vermutlich eine Galeon.

Auf der halb abgedeckten Flybridge werkelte noch jemand herum.

Am späten Abend fuhr das Boot dann erstaunlich dicht an uns vorbei.

Wir schauten uns nur an und dachten:

„Hat der sie noch alle?“ 😄

Als wir schließlich an Deck gingen, löste sich das Rätsel.

Es waren Helmut und Hannelore.

Sie wollten sich noch vor die Schleuse Wolfsbruch legen, um am nächsten Morgen früh starten zu können.

Na dann – gute Reise und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel! ⚓



Heute Morgen macht mich – kaum zu glauben – schon wieder eine Fliege wach. 🪰

Langsam entwickeln wir hier eine echte Hassliebe zu diesen kleinen Biestern.

Also raus aus der Koje.

Kaffee aufsetzen.

Gemütlich frühstücken.

Badeleiter einholen.

Anker auf.


Zootzensee

Ausfahrt vom Zootzensee


Repenterkanal


Repenter Kanal


Unser Ziel heute:

Der Große Zechliner See.

Als wir unsere Ankerbucht bei Repente anlaufen, fällt der Anker zunächst auf vier Metern Wassertiefe.

Doch irgendetwas stimmt nicht.

Beim Eindampfen greift er einfach nicht.

Statt sich einzugraben, rutscht er nur hinter uns her.

Also holen wir ihn wieder auf.

Der Grund ist schnell gefunden.

Der Anker ist komplett mit Seegras und Kraut zugesetzt.

Durch das glasklare Wasser fällt das Sonnenlicht bis auf den Grund. Deshalb wachsen hier dichte Unterwasserpflanzen.

Wir befreien den Anker gründlich vom Kraut und suchen uns eine etwas tiefere Stelle.

Auf sieben Metern Wassertiefe fällt er erneut.

Einmal kräftig eingedampft.

Perfekt – jetzt sitzt er bombenfest.

Die 👉 RubberYolo kommt ins Wasser und wir machen uns startklar für unsere Wanderung.

Am kleinen Strand ziehen wir das Boot an Land.

Laut 👉 Topo GPS geht es nach rechts.

Der Weg führt zunächst durch das Gelände des ehemaligen Ferienlagers von Repente.


🏕️ 👉 Hier klicken – Ehemaliges Ferienlager Repente

Zu DDR-Zeiten verbrachten hier jedes Jahr zahlreiche Kinder ihre Sommerferien. Das Ferienlager lag mitten im Wald und nur wenige Gehminuten vom Großen Zechliner See entfernt. Baden, Geländespiele, Lagerfeuer und Wanderungen gehörten damals zum Ferienalltag.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Gelände aufgegeben. Einige Gebäude verschwanden, andere wurden umgebaut oder privat genutzt. Heute erinnern nur noch wenige Spuren an diese Zeit.

Zwischen den hohen Kiefern lässt sich aber noch gut erahnen, wie lebendig es hier einst gewesen sein muss.


Quelle: Regionale Geschichte der Gemeinde Rheinsberg.


Schon nach kurzer Zeit führt uns der Weg durch dichtes Buschwerk.

Wir müssen uns regelrecht hindurchkämpfen.

Oben an der Straße angekommen greift Birgit plötzlich an ihre Kappe.





Blindschleiche



„Meine Sonnenbrille!“ 😞

Sie hatte sie oben auf der Kappe getragen.

Offenbar hat ein Ast sie beim Durchqueren der Büsche abgestreift.

Wir laufen den ganzen Weg zurück.

Schauen links.

Schauen rechts.

Suchen jeden Ast und jeden Grashalm ab.

Leider vergeblich.

Die Sonnenbrille bleibt verschwunden.

Birgit ist darüber wirklich traurig.

Aber wir beschließen, uns den schönen Tag davon nicht verderben zu lassen und setzen unsere Wanderung fort.

Unser Rundweg führt einmal komplett um den Großen Zechliner See.





Immer wieder laufen wir durch schattigen Mischwald.


Natürlich halten wir Ausschau nach Pfifferlingen.


Doch auch heute bleiben unsere Körbe leer.



Dafür begleitet uns fast ständig der Blick auf den See.


Zwischen den Bäumen tauchen immer wieder kleine, liebevoll gepflegte Wochenendhäuser auf.




Es wirkt herrlich ruhig und entschleunigt.



Durchfahrt zum Schwarzen See



Schließlich erreichen wir Flecken Zechlin.



Direkt am Fischer herrscht reges Treiben.

Alles macht einen sehr gepflegten Eindruck.

Wir bestellen zwei Fischbrötchen und – wie könnte es anders sein – zwei alkoholfreie Paulaner Hefeweizen. 🍺🐟

Gemütlich sitzen wir auf einer Bank und beobachten das bunte Treiben.

Bevor wir weiterlaufen, wandern noch zwei Stück geräucherter Lachs in unseren Rucksack.

Dann geht es weiter durchs Dorf.



Und natürlich …

... kommt eine Eisdiele.

An so einer läuft man bei diesem Wetter nicht vorbei.

Also gönnt sich jeder noch eine Kugel Eis. 🍦😄

Mit dem Eis in der Hand führt uns der Weg weiter am Ufer entlang.




Immer wieder durchqueren wir kleine Campingplätze direkt am Wasser.

Hausboote.







Wohnwagen.

Dauercamper.

Alles wirkt friedlich und entspannt.






Nach gut 14 Kilometern erreichen wir wieder den Strand von Repente.

Die Runde war etwas anstrengender als gedacht.

Aber jede Minute hat sich gelohnt.

Jetzt gibt es nur noch ein Ziel.

Schwimmen! 🏊‍♂️

Die 👉 RubberYolo bringt uns zurück zur 👉 YOLO.

Kaum sind wir an Bord, fliegen die Wanderschuhe in die Ecke.

Klamotten aus.

Ab ins glasklare Wasser.

Herrlich.

Genau dafür lieben wir unser Leben auf dem Wasser.

Am Abend übernehmen wir es heute etwas ruhiger.

Die vielen Kilometer stecken uns beiden doch in den Beinen.

Birgit ist von der verlorenen Sonnenbrille immer noch ein wenig geknickt und auch ich merke die Kombination aus dem Krafttraining von gestern und der Wanderung heute deutlich.

Die Hanteln und das Fitnessband vom Vortag haben ihre Wirkung nicht verfehlt. 💪😄

Offenbar waren die Muskeln der Meinung, sie müssten sich heute einmal lautstark bemerkbar machen.

Aber genau das wollten wir ja.

Schließlich gilt auf der 👉 YOLO:

Nicht jünger werden – nur länger Skipper bleiben.


Gegen 20:30 Uhr zieht plötzlich ein kräftiges Gewitter über den See.

Der Himmel wird dunkel und innerhalb weniger Minuten prasselt der Regen auf die 👉 YOLO.

Wind gibt es dabei erstaunlich wenig.

Das Gewitter wirkt beeindruckender, als es tatsächlich ist.

Nach einer guten Viertelstunde ist der Spuk schon wieder vorbei.

Fast so schnell, wie er gekommen ist.














Kurz darauf kämpft sich die Abendsonne noch einmal durch die Wolken.

Ihre letzten Strahlen spiegeln sich auf dem ruhigen Wasser und tauchen den Großen Zechliner See in ein warmes Licht. 🌅


Ein wunderschöner Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.

Mehr braucht es heute nicht.

Ein bisschen Wasser.

Ein bisschen Ruhe.

Und das gute Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.


👉 YOLO-Style eben:

Mal verliert man eine Sonnenbrille, mal gewinnt man einen unvergesslichen Tag. 😎⚓


Ausblick

Ob wir morgen noch am Großen Zechliner See bleiben oder weiterfahren, entscheiden wir ganz entspannt beim ersten Kaffee.

Genau das macht unser Leben an Bord aus.

Nicht der Kalender bestimmt den Kurs, sondern Wind, Wetter und unser Bauchgefühl.


Poetische Fußnote

Der Wald verschwieg die Sonnenbrill',
der See blieb abends spiegelstill.
Ein Regenguss, ein letzter Schein,
so darf ein Sommertag gern sein.

⚓ Mit einem Augenzwinkern zur 👉 SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Schließlich sind wir ja auf dem Wasser und da gilt:

Man lebt nur einmal – 👉 YOLO! 😎⚓


👉 Mehr Geschichten von Bord gibt's wie immer auf 👉 YOLO-Yacht.com

👉 Filme und Shorts

👉 Hier die Bilder unserer Saison 2026!

#Saison2026

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