Tag 70 auf der YOLO - Mückenfrust, Pferdewiesen und zwei Stück Käsekuchen


⚓ Mückenfrust, Pferdewiesen und zwei Stück Käsekuchen

12,5 Kilometer zu Fuß, ein erfolgreicher Kampf gegen die Mücken, ein Kuckuck als Überraschungsgast und am Ende des Tages die Erkenntnis, dass die Kleinseenplatte noch längst nicht fertig mit uns ist.

Manchmal sind es die einfachen Tage, die sich besonders gut anfühlen. 🌲⚓☀️

Key Facts

Tag 70: Vilzsee (Ankerplatz)
Tage: 70 / 180
Törn bisher: 39 Ziele 🛥️
Kilometer gesamt: 627 km 🌊
Fahrzeit gesamt: 87 Std. 05 Min. ⏱️
Schleusen gesamt: 22 ⚓
Brücken gesamt: 2 🌉
Hafentage bisher: 19 🏡⚓
Besonderheiten: Wanderung um Wummsee und Twernsee, erfolgreiche Mückenabwehr, Pferdewiesen, Kuckuck, Käsekuchen und Sommerabend auf dem Vorschiff

Tag 70 auf der YOLO

Der Blick aus der Koje verrät schon früh:

Das wird ein schöner Tag. ☀️

Die Sonne scheint bereits und verspricht angenehme Temperaturen.


Neben uns liegt seit gestern Abend noch ein Segler vor Anker.

Mit respektvollem Abstand.

Dort rührt sich allerdings noch nichts.

Ist ja schließlich auch erst 7:00 Uhr. 😄⚓

Nach dem ersten Kaffee machen wir uns startklar.

Heute steht eine Wanderung rund um den Wumsee auf dem Programm.

Also wird die RubberYolo beladen und wir setzen zum Ufer über.



Wie so oft legen wir bei Most & Kost an und folgen dem gemähten Pfad hinauf zum Haus.

Von dort geht es rechts herum und weiter über die Dorfstraße auf unsere Wanderroute.

Heute sind wir bestens vorbereitet.

Lange Outdoorhose.

Langärmeliges Shirt.

Lange Strümpfe.

Und großzügig Anti Brumm auf allen freien Hautstellen verteilt.

Heute sollten die Mücken schlechte Karten haben. 😎🦟

Und tatsächlich.

Sie kommen.

Sie fliegen uns an.

Sie umkreisen uns.

Aber das gefürchtete Geräusch beim Landen bleibt aus.

Aus einem bedrohlichen

„SiiiiiiiiiiiiiiMM“

wird lediglich

„Siiiiiiiiiiiiii“

ohne Konsequenzen. 😄⚓

Die Runde führt uns laut Topo GPS über rund 12,5 Kilometer durch Wälder, vorbei an Seen und durch herrliche Natur.

Hier die Route











Die Strecke gefällt uns ausgesprochen gut.

Nicht alles entlang des Weges ist allerdings Natur. 😄

Irgendwann kommen uns zwei ältere Herren auf Fahrrädern entgegen.


Müsst ihr Aufzoomen






Bekleidungstechnisch hatten die beiden offenbar beschlossen, Ballast abzuwerfen.

Freundlich grüßten sie.

Wir grüßten zurück.

Und mussten uns anschließend beide das Lachen verkneifen. 🚴‍♂️😄

Kurz darauf erreichen wir die Pferdewiesen bei Diemitz.



Mittlerweile ist es richtig heiß geworden.

Sogar die Pferde haben ihre Aktivitäten weitgehend eingestellt.

Eins steht nicht mehr.



Sie liegen lieber im Schatten und sparen Energie. 🐴☀️

Nach der Rückkehr geht es mit der RubberYolo wieder hinaus zur YOLO.

Dort folgt das, worauf wir uns bereits während der letzten Kilometer gefreut haben.

Klamotten aus.

Ab ins Wasser. 🏊‍♂️⚓

Die Abkühlung kommt genau zur richtigen Zeit.

Danach überrascht mich Birgit mit zwei Stücken ihres Mandarinen-Käsekuchens. 🍰🍰

Was soll ich sagen?



Der Vormittag hätte deutlich schlechter laufen können.

Während wir auf dem Vorschiff sitzen, meint Birgit plötzlich, dass wir den Kuckuck schon einige Tage nicht mehr gehört haben.

Vielleicht ist die Balzzeit vorbei?

Vielleicht hat er sein Revier gewechselt?

Wir rätseln noch darüber, als es plötzlich aus dem Wald schallt:

Kuck-uck.

Und wenig später noch einmal:

Kuck-uck. 🐦😄

Na also.

Er ist noch da.

Der Nachmittag verläuft entspannt.

Jeder macht ein kleines Nickerchen.

Schließlich muss man sich von so einer Wanderung auch wieder erholen. 😎

Gegen 16:00 Uhr hat die Sonne etwas von ihrer Kraft verloren.


Zeit für ein alkoholfreies Weizenbier auf dem Vorschiff. 🍺


Wir sitzen da, schauen über den See und genießen einfach die Aussicht.


Mehr braucht es manchmal nicht.

Am Abend füllen wir unsere Kohlenhydratspeicher wieder auf.

Es gibt Spaghetti mit unserer selbstgemachten Bolognese. 🍝

Dazu gönne ich mir einen gut gekühlten französischen Wein. 🍷

Das Essen lecker.

Der Wein lecker.

Der Moment ebenfalls lecker. 😄⚓

Nach dem Abwasch sitzen wir erneut auf dem Vorschiff.



Die Luft ist inzwischen angenehm frisch geworden.

Der See liegt ruhig vor uns.

Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bäumen.

Und wir genießen einfach diesen wundervollen Tag.

Die Solaranlage hat uns heute wieder über zehn Prozent Strom geliefert. ☀️⚡

Dabei laufen an Bord zwei Kühlschränke.

Von echter Stromsorge sind wir weit entfernt.

Manchmal staune ich selbst, wie unabhängig man heute auf dem Wasser leben kann.

Außerdem habe ich beschlossen, künftig einen Hashtag für Packstationen und Paketshops in den Blog aufzunehmen.

Gerade für Bootsfahrer auf der Mecklenburgischen Seenplatte kann das eine große Hilfe sein. 📦⚓

Und ja:

Ich bin DHL-Fan.

Der Service funktioniert für uns unterwegs wirklich hervorragend.

Ursprünglich wollten wir in den nächsten Tagen weiter Richtung Schwerin fahren.

Doch die Kleinseenplatte macht es uns gerade schwer, Abschied zu nehmen.

Schwimmen. 🏊‍♂️

Wandern. 🌲

Ankern. ⚓

Gute Gespräche. 😄

Gutes Essen. 🍝

Und Natur, soweit das Auge reicht.


Warum weiterfahren, wenn man bereits dort ist, wo es gerade am schönsten ist? ⚓😎


👉 YOLO-Style eben:

Manchmal gewinnt nicht das nächste Ziel, sondern der Ort, an dem man einfach noch ein bisschen bleiben möchte. ⚓😎


Ausblick

Morgen lassen wir es erneut ruhig angehen. Vielleicht eine weitere Wanderung, vielleicht ein neuer Ankerplatz. Die Kleinseenplatte darf jedenfalls noch etwas länger unser Zuhause bleiben.


Poetische Fußnote

Der Kuckuck rief aus dem grünen Revier,
die Pferde suchten Schatten hier.
Der Sommer schenkte uns Zeit und Licht,
und die Kleinseenplatte enttäuscht uns nicht.

⚓ Mit einem Augenzwinkern zur SILENCIO – merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser.


Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!

Schließlich sind wir ja auf dem Wasser und da gilt:

Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓️



👉 Mehr Geschichten von Bord gibt's wie immer auf YOLO-Yacht

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Kommentare

  1. Moin Ihr Lieben,
    was für ein wunderbares Leben :-) Eure Tour schaut ja wirklich traumhaft aus, freuen wir uns, wenn Ihr uns die Route schicken könnt. Und bei dem Radlerbild hat Edith einen Lachflash bekommen, nachdem ich kommentierte: "Da bekommt der Begriff Kugellager eine völlig neue Bedeutung". Nachdem unser Herd wieder funktioniert, kocht Edith gerade aus frischen Erdbeeren vom Röbler Erdbeerhäuschen Marmelade. Mittags verholen wir für diesen Tag in den Röbeler Stadtsee und morgen geht es wieder nach Rechlin. Dann werde ich auch mal telefonieren, wann wir mit dem Dieselfilter für den Generator rechnen können. So langsam wäre es schön, wenn wir uns wieder für einige Tage in einer schönen Bucht verkriechen könnten. Weiter schöne Zeit und liebe Grüße - Die Silencios

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