Tag 55 auf der Yolo. Abschied am Bahnsteig und ein Tag für die YOLO
🚂 Abschied am Bahnsteig und ein Tag für die YOLO
Einleitungstext
Heute hieß es Abschied nehmen. Birgit macht sich auf den Weg nach München und für mich beginnt eine Woche allein an Bord. Zwischen Kofferpacken, Hörgeräte-Akustikern und kleinen Arbeiten auf der YOLO verging der Tag trotzdem wie im Flug.
Key Facts
⚓ Tage: 55 / 180
⚓ Törn bisher: 36 Ziele 🛥️
⚓ Kilometer gesamt: 574 km 🌊
⚓ Fahrzeit gesamt: 80 Std. 04 Min. ⏱️
⚓ Schleusen gesamt: 21 ⚓
⚓ Brücken gesamt: 2 🌉
⚓ Hafentage bisher: 10 🏡⚓
⚓ Besonderheiten: Birgits Abreise nach München, Hörgeräte-Service, Bordpflege und Kamera-Update
Um 6:30 Uhr stehe ich auf.
Ich mache erst einmal Kaffee.
Koffer und Kleidung von Birgit liegen bereits oben im Salon bereit für die Reise nach München.
Während der Kaffee durchläuft, werde ich langsam ein wenig wehmütig.
Birgit kommt nach oben und gießt uns die erste Tasse ein.
Die Tassen dampfen.
Ein herrlicher Kaffeeduft zieht durch den Salon der YOLO.
Gemeinsam trinken wir die erste Tasse des Tages.
Dann beginnt die eigentliche Herausforderung.
Nicht die Reise.
Sondern die Frage:
„Was ziehe ich an?“ 😄
Birgit kommt immer wieder mit neuen Kombinationen aus dem Schlafzimmer.
„Guck mal.“
„So?“
„Oder doch besser mit der anderen Hose?“
„Nee, dafür habe ich keine Schuhe.“
„Dann diese Jacke?“
„Nee, dafür habe ich keine passende Tasche.“
Nach einigem Hin und Her finden wir schließlich gemeinsam das richtige Reise-Outfit.
Um 8:15 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof in Waren.
Ein Spaziergang von etwa zwanzig Minuten.
Ein schöner Weg.
Der Zug kommt pünktlich.
Dann geht alles ganz schnell.
Eine Umarmung.
Ein letzter Blick.
Und schon fährt der Zug los.
Nun liegt eine ganze Woche vor mir.
Allein auf der YOLO.
Auf dem Rückweg besuche ich noch zwei Hörgeräte-Akustiker.
Zuerst Kind.
Dann Amplifon.
Beide können meine Hörgeräte leider nicht einstellen, da sie nur Eigenmarken haben.
Na gut.
Dann gibt es ja noch Dr. Timmel.
Dort habe ich morgen um 10:30 Uhr einen Termin.
Zurück im Hafen zahle ich noch zwei weitere Hafentage nach.
Danach geht es zurück an Bord.
Und dann beginnt das, was Bootseigner nur zu gut kennen.
Man will eigentlich nur eine Kleinigkeit machen.
Und plötzlich ergibt eins das andere.
Zuerst reinige ich die schmalen Rillen an den Fenstern.
Genau die Stellen, an die man normalerweise nie richtig herankommt.
Danach folgt das Nächste.
Und danach das Nächste.
Und danach wieder etwas anderes.
Kleine Arbeiten.
Kleine Verbesserungen.
Kleine Baustellen.
Irgendetwas findet man immer.
Ein Erfolgserlebnis gibt es am Nachmittag dann auch noch.
Meine 360-Grad-Kamera, die zuletzt ständig überbelichtete Aufnahmen produziert hat, bekommt ein Upgrade.
Und siehe da:
Jetzt funktioniert sie wieder so, wie sie soll. 📷
Damit endet dieser erste Tag allein an Bord.
Keine großen Abenteuer.
Keine langen Fahrten.
Aber manchmal sind es genau diese ruhigen Tage, die man braucht.
👉 YOLO-Style eben:
„Manchmal fährt der wichtigste Mensch mit dem Zug davon – und trotzdem bleibt das Herz an Bord.“
Ausblick
Morgen geht es zu Dr. Timmel. Danach warten die nächsten Projekte auf der YOLO. Langweilig wird es auch ohne Birgit ganz sicher nicht.
Poetische Fußnote
Der Kaffee dampfte, der Morgen war klar,
am Bahnsteig wurde mir manches bewusst sogar.
Die YOLO blieb, doch Birgit fuhr fort,
und plötzlich war Stille bei uns an Bord. 😎
Die poetische Fußnote entstand mit einer Prise Inspiration von der SILENCIO (merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser).
Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!
Schließlich sind wir ja auf dem Wasser und da gilt:
Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓️
👉 Mehr Geschichten von Bord gibt's wie immer auf www.YOLO-Yacht.com
Hier die Bilder unserer Saison 2026!
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