🌅 Tag 46 auf der Yolo. Wenn die SILENCIO den Nebel teilt
Key Facts
• Tage: 46 / 180 ⚓️
• Strecke: Röbel / Röbeler See ⚓️
• Törn bisher: 30 Ziele 🚤
• Kilometer gesamt: 481 km 🌊
• Fahrzeit gesamt: 68 Std. ⏱️
• Schleusen gesamt: 21 ⚓️
• Besonderheiten: Nebelkino mit der SILENCIO, Blogger-Durchbruch mit HTML-Vorlage, Großeinkauf in Röbel, Schweizer Chartercrew, frische Bordwäsche und Abendessen im Regattahaus 😎
Heute Morgen gegen halb sechs riss mich ein tiefes Bootshorn aus dem Schlaf.
Normalerweise verhandelt man um diese Uhrzeit noch mit der Bettdecke über die Tagesplanung. Aber dieser Ton war anders. Satt, großvolumig und tief.
Also raus aus der Koje und hoch an Deck.
Und dann stand ich da.
Über dem Röbeler See lag noch dichter Nebel. Die Sonne schob bereits ihr erstes Licht über das Wasser. Genau in diesem Moment fuhr die SILENCIO langsam durch die Ausfahrt des Stadtsees hinaus Richtung Müritz.
Was für ein Anblick.
Der Nebel teilte sich vor ihrem Bug und schloss sich hinter ihr wieder. Im goldenen Morgenlicht blieb eine kleine Wirbelschleppe zurück.
Für einen Augenblick wirkte alles vollkommen still.
Ganz ehrlich: Für solche Momente braucht man keinen Fernseher.
Das sah aus, als hätte jemand extra für uns eine Filmszene auf den See gelegt.
Kurz darauf kam auch Birgit an Deck. Gemeinsam tranken wir unseren ersten Kaffee des Tages und schauten dem Morgen beim Wachwerden zu.
Mehr braucht es manchmal gar nicht.
Danach ging es an den Blog.
Nach einigem Probieren, Klicken, Grübeln und einer kleinen Portion Hafenkino kam endlich der Durchbruch.
Ich habe herausgefunden, wie sich eine komplette HTML-Vorlage direkt in den Blogger-Editor übernehmen lässt.
Das spart künftig jede Menge Arbeit.
Schriftart, Seitenränder, Hintergrundfarbe und bekannte Verlinkungen sind jetzt bereits vorbereitet.
Für einen Bord-Blogger fühlt sich das ungefähr so an, als würde nach langer Rotphase endlich die Schleuse auf Grün springen.
Sogar die Verlinkung der SILENCIO funktioniert künftig automatisch.
Kleine Siege des Bordalltags.
Nach diesem Erfolg machten wir die YOLO klar.
Die Leinen lagen bereit, die RUBBERYOLO wurde längsseits genommen und dann hieß es:
Anker auf!
Unser Ziel war die Stadtmarina Röbel.
Dort legten wir an und marschierten mit Rucksack und Einkaufstaschen Richtung EDEKA.
Natürlich blieb es nicht bei einer Runde.
Der Weg musste zweimal gelaufen werden.
Der Kühlschrank hatte offensichtlich deutlich größere Pläne als wir.
Am Ende landeten Lammfleisch, Hühnchen und ein schönes Rumpsteak in den Taschen.
Zurück an Bord wurde alles portionsweise eingefroren.
Zum Glück verrichtet unsere Dometic-Truhe zuverlässig ihren Dienst.
Danach bekam Obst und Gemüse mit unserem Tersano noch eine gründliche Reinigung.
Wenn schon Vorräte bunkern, dann bitte richtig.
Am Steg kamen wir anschließend mit freundlichen Jungs aus der Schweiz ins Gespräch.
Sie waren mit einem Charterschiff von Schulz unterwegs und völlig begeistert von diesem Revier.
Sie erzählten von ihren Touren zur Mirower Schlossinsel, zu Boot und Mehr und vielen weiteren Orten entlang der Seenplatte.
Man merkt sofort, wenn jemand vom Wasserfieber erwischt wurde.
Erst schaut man nur.
Dann staunt man.
Und irgendwann plant man innerlich bereits die nächste Reise.
Danach legten wir wieder ab und verholten in den Seglerhafen.
Zuerst ging es zur FeKa-Anlage. Bordpflichten gehören eben auch dazu.
Mit den Wäschesäcken unter dem Arm marschierten wir zum Hafenbüro, bezahlten die Liegegebühr und tauschten die üblichen Hafengeschichten aus.
Auf dem Rückweg zur YOLO sahen wir schließlich Helmut.
Der lag noch ganz entspannt in seiner Koje und hielt Mittagsschlaf.
Sehr professionell.
Danach hing ich Birgit schon einmal die Wäscheleine auf.
Drei Maschinen später wehte frische Bordwäsche im Wind und auf der YOLO roch wieder alles herrlich sauber.
Erstaunlich, wie viel Freude frische Bettwäsche und frisch gewaschene Handtücher auf einem Boot machen können.
Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg ins Regattahaus.
Für Birgit und mich gab es Hamburger Schnitzel mit Bratkartoffeln und dazu zwei alkoholfreie Hefeweizen.
Mehr brauchte es nicht.
Gutes Essen, ein schöner Sommertag und der Blick aufs Wasser.
Zurück an Bord telefonierten wir noch mit den Kindern.
Diese Gespräche gehören für uns genauso zum Bordalltag wie Leinen, Anker oder Fender.
Danach wurde es langsam ruhiger im Hafen.
Birgit machte es sich gemütlich und ich setzte mich an den Blog.
Während draußen langsam die Abendstimmung über den Röbeler See zog, entstand dieser Bericht.
Wieder einer dieser Tage, an denen eigentlich nichts Spektakuläres passiert ist.
Und genau deshalb war es ein richtig guter Tag.
👉 YOLO-Style eben:
„Manchmal schenkt dir der Morgen ein Nebelkino, der Nachmittag frische Wäsche und der Abend ein Schnitzel. Mehr Glück passt kaum in einen einzigen Tag.“
Ausblick
Mal sehen, was der nächste Tag bringt. Auf dem Wasser wartet hinter jeder Bucht, hinter jedem Schilfgürtel und hinter jeder Kurve oft schon die nächste kleine Geschichte.
Poetische Fußnote
Der Nebel zog leise durchs Morgenrevier,
die Sonne servierte ihr gold'nes Pläsier.
Ein Schnitzel zum Abend, der Hafen ganz still,
so sieht ein Tag aus, wie die YOLO Crew ihn will.
Die poetische Fußnote entstand mit einer Prise Inspiration von der SILENCIO
(merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser).
Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!
Schließlich sind wir ja auf dem Wasser und da gilt:
Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓️
👉 Mehr Geschichten von Bord gibt’s wie immer auf www.YOLO-Yacht.com
Hier die Bilder unserer Saison 2026!
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