Tag 64 auf der YOLO
⚓ Von Piepton, Proviant und neuer Reibe
Key Facts
⚓ Tag 64: Waren (Müritz) → Röbel Stadthafen → Röbel Seglerhafen
⚓ Tage: 64 / 180
⚓ Törn bisher: 37 Ziele 🛥️
⚓ Kilometer gesamt: 590 km 🌊
⚓ Fahrzeit gesamt: 82 Std. 05 Min. ⏱️
⚓ Schleusen gesamt: 21 ⚓
⚓ Brücken gesamt: 2 🌉
⚓ Hafentage bisher: 19 🏡⚓
⚓ Besonderheiten: Abfahrt aus Waren, kalter Wind auf der Müritz, mysteriöser Piepton, Proviantbunkerung, zweite MAREX 320 ACC, Waschtag und neue Reibe
Tag 64 auf der YOLO.
Birgit startete den Tag und machte erst einmal Kaffee.
Sehr guter Start.
Ohne Kaffee fährt hier schließlich gar nichts. ☕😄
Danach machte ich die YOLO abreisefertig.
Stromkabel einholen.
Sonnenschutz von den Fenstern abnehmen.
Sonnenschutz vom Kutscherverdeck verstauen.
Dann brachte ich noch schnell den Müll zum Container.
Gegen 8:00 Uhr starteten wir die Maschine.
Leinen los Richtung Röbel.
Der Wind hatte zwar etwas nachgelassen, war aber immer noch kalt.
Auf der Binnenmüritz standen noch Wellen.
An der Tonne Eldenburg wurden wir dann vom Ostufer etwas abgedeckt.
Plötzlich war die Müritz fast wellenlos.
So mögen wir das. 😎⚓
Gegen 9:30 Uhr kamen wir im Stadthafen Röbel an.
Wir machten in unserer Box fest und wollten eigentlich direkt los.
Eigentlich.
Da sagte Birgit:
„Irgendwo piepst es.“
Na wunderbar.
Mein erster Verdacht fiel auf die Kühltruhe.
Dort hörten wir den Ton am stärksten.
War sie aber nicht.
Also weiter.
Rauch- und CO-Melder?
Auch nicht.
Dann wurde alles kontrolliert, was irgendwie eine Batterie hat.
Und trotzdem:
Piep.
Kurze Pause.
Piep.
Irgendwann ging ich leicht genervt aus der Achterkabine und schaute in den Maschinenraum.
Und genau da war die Quelle des Pieptons.
Das Batteriemanagement hatte eine Fehlermeldung.
Ich startete das Bussystem neu.
Der Ton blieb.
Piep.
Also beschlossen wir eine schöpferische Pause.
Manchmal hilft Abstand mehr als wildes Herumdrücken auf irgendwelchen Anzeigen.
Wir gingen erst einmal einkaufen.
Mit zwei Rucksäcken und einer großen Tragetasche kamen wir zurück.
Die Beute wurde zur YOLO geschleppt.
Proviantbunkerung erfolgreich. 🛒⚓
Am Hafen lag noch eine weitere MAREX 320 ACC in einer Box.
Da bleibt man natürlich nicht einfach vorbeigehen.
Wir fachsimpelten kurz über unsere Boote.
Jede MAREX ist irgendwie gleich und doch ganz anders.
Danach legten wir ab zum Seglerhafen.

Denn heute war Waschtag.
Als wir uns dem Außensteg näherten, stand Helmut schon winkend parat.
Eine helfende Hand am Steg ist immer Gold wert. 👋⚓
Wir machten fest.
Birgit schnappte sich die Wäsche und zog los zum Hafenbüro.
Anmelden.
Waschmarken kaufen.
Waschprogramm starten.
Ich suchte währenddessen weiter den Fehler.
Alles ab.
Alles wieder an.
Kontrollieren.
Warten.
Und am Ende?
Der Ton war einfach weg.
Keine Fehlermeldung.
Keine Fehlerprotokolle.
Gar nichts.
Sowas kann ich eigentlich überhaupt nicht ertragen.
Ein Fehler darf gerne auftreten.
Aber dann soll er sich bitte auch ordentlich erklären. 😅
Stattdessen verschwindet er heimlich wie ein schlecht erzogener Hafengeist.
👉 YOLO-Style eben:
Die schwierigsten Fehler sind die, die verschwinden, bevor man sie gefunden hat.
Danach gingen wir noch einmal zum Paketshop bei Edeka.
Dort wartete unsere neue Winzenbacher Reibe.
Mission Küchenreibe erfolgreich abgeschlossen. 🍋😄
Ab jetzt stehen Zitronenzesten, Muskatnuss und Orangenabrieb nichts mehr im Weg.
Zurück im Hafen gab es erst einmal zwei alkoholfreie Paulaner.
Nach so einem Technikrätsel darf man das ruhig als Bordmedizin verbuchen. 🍻⚓
Das Abendessen gab es später gemütlich auf der YOLO.
Das war’s.
Und ihr so? 😄
👉 YOLO-Style eben:
Manchmal besteht ein perfekter Tag aus einer verschwundenen Fehlermeldung, einer neuen Küchenreibe und einem kalten Bier am Steg.
Ausblick
Morgen fahren wir eine Etage tiefer.
Wir verlassen die Müritz.
Einen Stopp wollen wir in Mirow vor der Schlossinsel machen.
Vielleicht bleiben wir auch dort.
Christian hat für uns vier bei Most & Kost das Samstagabendprogramm eingebucht.
Auf dem Programm stehen Jankowski & Klaffke.
Darauf freuen wir uns schon. 😎⚓
Poetische Fußnote
Der Wind war rau, der Fehler gemein,
doch plötzlich wollte er keiner mehr sein.
Mit Reibe und Bier klang der Hafentag aus,
und morgen zieht’s die YOLO wieder hinaus.
Die poetische Fußnote entstand mit einer Prise Inspiration von der SILENCIO (merci an unsere Nachbarn auf dem Wasser).
Bleibt weiterhin neugierig und gespannt!
Schließlich sind wir ja auf dem Wasser und da gilt:
Man lebt nur einmal – YOLO! 😎⚓️







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